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EcoSocScore

Eine der einschneidensten Errungenschaften des EcoSoc war die Abschaffung des Geldes. 

 

Nicht, dass dies jemals vollständig funktioniert hätte, auch die verbotenen Alt-Religionen, das Warmduschen und das pöse binäre Denken weißer alter Männer war ebenfalls nahezu unausrottbar. 

Nach den Hungerwintern, die das "Bedingungslose Grundeinkommen" verursacht hatte, wurde zunächst eine Arbeitspflicht eingeführt, begleitet von einer weitern Pflicht, auch die Freizeit sinnvoll zu gestalten. "Abhängen verboten"

"Pflicht und Kür" sollten den Menschen Beschäftigung geben, dumme Gedanken verhindern und den Tag, die Woche und die Gesellschaft strukturieren helfen. Nicht, dass Sie jetzt denken, "Pflicht und Kür" wären frei wählbar. Wo kämen wir denn dabei hin. Die Partei wusste, wo es fehlte und teilte zu. Auch wenn es um das Kloaken-Reinigen oder den Griff isn Klo ging, Pflicht war Pflicht und die Partei hatte sowieso immer recht.

 

Auch die "Kür" war limitiert und es war schwer, außerhalb der bestehenen Liste neue Ideen zu etablieren. Es half auch nicht auf den vereisten Karstflächen der Rhön als "Baumstreichler" küren zu wollen. Die einzigen, die eine neue "Kür" erschufen waren die "Phantastiker", eine Zusammenschluss der Utopisten, Ufo-Spinner und Cthulhu-Anhänger. Allerdings standen sie  immer noch unter Beobachtung durch die Auditoren des jeweiligen Sprengels und immer am Rande der Aufösung, wie so manch ein Stansilav Lem Club.

 

Doch wie kam es zum EcoSoc Score.

 

Wie in allen "ismen" gab es Mangel. Während man im Kapitalismus durch Mengenreduktion und vermeintliche Lieferengpässe die Preise hochhalten konnte, war es im Sozialismus mangelnder Anreiz sich anzuspornen. Also musste Abhilfe geschaffen werden: Ein neues Wertesystem. Pflicht, Kür, Wohlverhalten und Gesundheit wurden zu den Pfeilern des neuen Entlohnungssystems. 

 

Besonders die autonom agierenden Dampfvelocipeds und Synzin-Kutschen verlangten nach einem System, wen man denn im Falle einer auswegslosen Situtaion überfahren durfte. Den ältlichen, pösen weißen Mann in Frack und Zylinder, der eine viel zu große Wohung belegte, Fleisch as und gerne verreiste. Oder die Graue Frau, die der Haute Volaute leckere Siff-Würmer als vegane Nudeln anbot, unter der Brücke schlief, wo sie die Vicher aus dem Boden lockte, wertvolles Kupfer rezyklierte und sich nur am Rauch der kokelnten Isolation wärmte. Eine einfache Zahl konnte auch von den etwas behäbigen Dampf-Zuse-Rechnern schnell ausgewertet werden. 

 

Es wurde bewertet, wie Menschen agieren, ob sie Maßnahmen ergreifen, sich nach neuen Zielen dehnen und den EcoSoc an erster Stelle platzierten. Nur beim Wohlverhatlen kam noch Bessermenschtum dazu: Müll- und SO2-Vermeidung, Denunziation Fehlgeleiteter, Sozialdienste, Wohnflächenverbrauch und des Kleeblatt aus Eleganz, Eloquenz und korrektem Gendern. All dies wurde in 9-Box-Modellen nach dem WAS und WIE geprüft, bewertet und gewichtet. Und das europaweit in der EcoSocCentralBank nahe des Frankfurter Osthafens, kurz vor dre Sperrzone OF, einem Gebiet der Ledergerber, verseucht und gefährlich.

 

So entschied der finales Score über die Zuteilung von Nahrungsmitteln, Wohnfläche und Kutlturangebot. Auch der Bewegungsradius wurde entscheidend beeinflusst. Während der Lowscorer beispielsweise im Wohnheim auf 6 Quadratmetern bei sauer Gespritzem und der vollsysntetischen OneWorldPizza vegetierte, flog der Topscorer mit dem Zeppelin um die Welt, aß Wetterau-Rind mit Besteck von Porzellantellern und durfte neben Fleisch und Alkoholkonsum sogar eine warme Dusche genießen.

 

Eine gerechte Welt, fair und durchlässig, zumindest aus Sicht der Topscore, die alles taten, um den Status zu halten und fleisig an den Gewichtungen schraubten, bis es passte.  

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© Jürgen Lautner