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Klassische SF: Monster, Tentakel und echte Frauen ... wer ist der größte Fan

dieses Sub-Genres?

2009 ist mein Jahr der Premieren. Erstmals besuchte ich in

Dortmund den fandom-bekannten und hochgepriesenen

Dort.con. Um es vorweg zu nehmen, mir hat es ausnehmend

gut gefallen. Mag es am ersten Frühlingstag dieses depri-

mierend gestarteten Jahres gelegen haben, an den weitläufigen

Räumlichkeiten oder der Möglichkeit, alte und neue

Bekanntschaften zu genießen?


Die Anreise war es gewiss nicht. Keine zwei Stunden quälte

ich mich über die marode Sauerlandlinie, beeindruckendes

Mahnmal von zwei Jahrzehnten Abbau West, um mir dann bei

der Parkplatzsuche die ordentliche Durchschnittsgeschwin-

digkeit zu ruinieren. Leider fehlten der ansonsten informativen

Homepage Hinweise für Menschen, welche die Arbeitsplätze

der Autoindustrie direkt subventionieren. Auch den

Eintrittspreis habe ich nicht gefunden.


Gleich an der Kasse nahm ich wohlwollend zur Kenntnis, dass

Händler, Aussteller, Bilderausstellung und die Vortragsräume

ordentlich voneinander getrennt lagen. Keine schlecht gelüf-

teten Kabuffs, die hinter den Vorträgen nur Alibiveranstaltun-

gen eines Hökercons vermuten ließen. Zwanzig Euros für die

Tageskarte zwangen mich zwischen drei Programmschienen zu

wählen, was die Chronistenpflicht zur Farce werden lässt.

Interessanterweise fehlte eine Modellbauausstellung, ansonsten

war das Ambiente komplett und weitläufig organisiert. Reine

Buchantiquariate waren ordentlich von den Fantischen und

Merchandisingbereichen getrennt. Ein Café im Haus und ein

großes Zelt mit Würstchengrill versorgten uns mit genieß- und

bezahlbaren Speisen und - die (Herren-)Toiletten blieben

trocken und sauber bis zum Schluss. Sogar die

Papierhandtücher reichten bis Samstagnachts.


Eine Besonderheit des Dort.cons ist die Einbeziehung der

Bevölkerung in den Con. Ein Schülerwettbewerb animierte

den selten gewordenen Nachwuchs, sich mit der Zukunft zu

beschäftigen Und die Nachwuchsautoren durften an einem

Storywettbewerb teilnehmen. Wer nun erwartet hätte, die

So stellt sich Angelina Kreidner aus der 6a in ihrem Siegerbild die Zukunft vor.

Zielgruppe für "Blutportale" oder "Lieder in Stein?" Eher nicht!

Bei werk-zeugs gab es Merchandising-Produkte zu den düsteren Werken

eines Markus Heitz, Christoph Hardebusch und Konsorten.

Dort.con 2009

21.-22. März - (M)eine Premiere

Poetry Slam

meets

Science Fiction

& Fantasy

last update: 11.09.2009

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